Donnerstag, 10. April 2014

Arthrose und Extremismus - Der Tag nach dem Echtbarfußlauf

Wir wollen wahrgenommen werden, Alle - aber zum Glück nicht von jedem.
Wir haben eine Zielgruppe die uns beachten soll. Das Problem unserer Zeit ist leider, andere haben oft die selbe Zielgruppe. So entsteht ein nicht enden wollender Wettbewerb um Aufmerksamkeit. Wer gewinnt? Der Extremist. Der Größte, das Kleinste, der Dickste, die Dünnste, das Schnellste, die Fieseste, der Böseste, die Lauteste, der Krankeste - das interessiert und kommt an.

So ähnlich läuft das auch in unserem Körper ab. Arthrose hat es zuerst einmal einfach. Sie hat einen direkten Draht ins Hirn und und erzeugt Schmerz. Der Schmerz der Arthrose entsteht im Anfangsstadium in und nach einer Ruhephase. Da die Nacht eine lange Ruhephase ist, ist morgens gleich nach dem Aufwachen der Schmerz am schönsten. Die Gelenke liegen trocken, die Reibung ist groß und man hat die Ruhe sich ganz allein auf seinen Schmerz zu konzentrieren, herrlich. Das ist die wichtigste Motivationsphase. Genau dann muß man den Tagesplan schmieden und sich klar machen wie man den Schmerz überwinden und die Aufmerksamkeit auf andere, schönere Sachen lenken will.
Dabei kann auch ein anderer, gesunder Schmerz nützlich sein.
Echtbarfußlauf erzeugt solchen Schmerz. Vergiß Barfußschuhe! Du willst Arthrose besiegen.

Es piekt und sticht bei fast jeden Schritt. Wenn es nicht gerade die Fußsohle ist, spürt man den Kampf der Wade. Das Auge scannt fieberhaft den Weg, um die Füße auf einem halbwegs erträglichen Pfad durch die Laufstrecke zu führen und das Hirn wird zum Kleinkind. Es fragt die ganze Zeit, ist es noch weit. Man kann sich auf nichts anderes konzentrieren.
Selbst am Tag danach geben Fuß und Wade pausenlos Signale ihrer Anwesenheit ab. Sie summen wie ein alter Trafo vor sich hin. Dabei verdrängen sie jedoch alle negativen Gefühle und schaffen seelige Ausgeglichenheit. Wichtig ist, sie blieben unverletzt.
Was zählt ist der Stolz des Extremisten wieder eine persönliche Marke Richtung Unendlichkeit verschoben zu haben und in kürze bereit zu sein um den Kampf fortzusetzen.
Ganz nebenbei wirst Du damit auch wahrgenommen.

Noch ein paar praktische Tipps:
1. Erwärmung ist wichtig. 20 Kniebeuge mit dem Hacken auf dem Boden. Die Achillessehne muss gedehnt werden. Plus 20 mal Zehenstand für die Zehen- und Fußbänder.
2. Langsam loslaufen und mit dem Ballen aufsetzen - so lange wie möglich. Die Wade muß sich erst an die Herausforderung gewöhnen. Man versucht oft automatisch Druck vom Ballen zu nehmen um die Sticheleien gleichmäßig auf die Sohle zu verteilen. Das hat aber nicht viel Sinn. Tänzel lieber mehr und such kleine glatte Flächen für den Ballen.
Das Ziel der Übung ist das Knie und den ganzen Rest möglichst natürlich zu bewegen. Viel Spaß!



Kommentare:

  1. Vielen Dank für diesen Blog. Ich weiß nicht, ob ich Arthrose habe - aber ich finde das Blog Motto herrlich und werde es meinem Arzt übersetzen, wenn er wieder meint, dass Schmerzen halt mit dem Alter kommen. Eine Frage zur Ernährung: Da das leckere Kurkuma als positiv genannt wurde, kennt sich jemand mit den anderen asiatischen Gewürzen aus? Koriander,Currywurst, Zitronengras,Süßkartoffeln, Basilikum Purslane Chilli,-alles was mein Garten mir gibt - ist hoffentlich basisch.

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  2. Pflanzliches ist fast immer basisch, außer die Hülsenfrüchte mit den säuernden Aminosäuren, also Bohne, Linsen und ähnliches - Currywurst eher nicht. Ich nutze hauptsächlich an Gewürzen Curry/Kurkuma, Zimt, Ingwer, Knoblauch, Chilli und Pfeffer. Sonst hat sich bei mir das Grünfutter außerhalb des Gartens bewährt: Brennnessel, Giersch, Knoblauchsrauke, Vogelmiere usw.. Kombiniert mit viel Bewegung kommt man über jeden Schmerz und immer besser in Form. Viel Erfolg!

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